ANGEBOT

Methodik und Techniken

Einzeltherapie

Die Psychotherapie ist eine Behandlungsform, in welcher der Therapeut und der Patient zusammenarbeiten, um Veränderungen der Gefühle, Gedanken, Einstellungen, Verhaltensweisen und Beziehungen zu erreichen und damit das psychische Leiden zu lindern.

Der Therapeut bietet Hilfe und Beratung und durch den Einsatz von speziellen Techniken, beteiligt er sich an dem Ziel des Wohlbefindens und der persönlichen Entfaltung.

In der Einzelpsychotherapie mit systemischer Ausrichtung steht der Patient innerhalb seines Beziehungskontexts im Mittelpunkt. Menschliche Bedürfnisse werden innerhalb von Beziehungen erfüllt. Wenn diese Beziehungen aus verschiedenen Gründen nicht mehr in der Lage sind, die Bedürfnisse einer Person in ihrer spezifischen Entwicklungsstufe zu erfüllen, können sie zu einer Blockade führen, die Beschwerden und Leiden mit sich bringt. Diese Symptome sind daher ein Anzeichen einer nicht-optimalen Abstimmung zwischen den Bedürfnissen des Individuums und den Anforderungen des sozialen Umfeldes. Auf diese Weise haben psychische Beschwerden eine andere Bedeutung je nach Beziehungskontext, in dem sie auftreten.

Das Ziel ist es zu verstehen, welche Beziehungsmuster für das Leiden verantwortlich sind und sich selbst in den verschiedenen Arten von Beziehungen zu analysieren und zu verändern. Der Schwerpunkt liegt somit in dem individuellen Wachstum und dem Anstieg der Differenzierung des Selbst in Bezug zu den anderen.

Wann ist eine Einzeltherapie indiziert:

• Wenn das Individuum einen psychischen Schmerz erlebt, der im Laufe der Zeit fortbesteht und in verschiedenen Situationen zu einem Hindernis wird.

• Wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, friedliche und konstruktive Beziehungen zu sich selbst und den anderen zu haben.

• Wenn die Person erkennt, unangemessene Reaktionen an den Tag zu legen, welche Leid für sich selbst und anderen Menschen bringt.

• Wenn der psychische Schmerz durch körperliche Symptome ausgedrückt wird (z.B. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Herzrasen, einige Arten von Dermatitis, etc.), die nicht durch medizinische Ursachen zu erklären sind.

Paar- und Familientherapie

Die Familientherapie gehört heute zu einer der anerkannten Behandlungsmethoden, die am häufigsten bei psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen genutzt werden.

Bei dieser Therapiemethode stehen die Beziehungen der Paar- oder Familienmitglieder zu einander im Mittelpunkt und weniger die Probleme des Einzelnen. Dieser Ansatz bewirkt, dass die Einzeltherapie durch eine Arbeit mit dem ganzen Systems ergänzt oder ersetzt wird. Dies führt zu einem besseren Funktionieren innerhalb der Familie.

Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, zusammen mit der ganzen Familie Ziele zu erarbeiten, die zur Verbesserung des Klimas dienen. Zu diesem Zweck hilft der Therapeut den einzelnen Familienmitgliedern die Ressourcen zu erkennen und nutzbar zu machen.

Die Techniken der Familientherapie werden je nach Fragestellung und Bedürfnis der Familienmitglieder verwendet. Dazu gehören Gespräche, Rollenspiele, das spielerische Aushandeln von Kompromissen und das Erarbeiten von Lösungen in Untergruppen.

Es ist wichtig, dass zu Beginn der Therapie jedes Familienmitglied seine Wünsche und Anliegen formuliert. Nachdem sich die Familienmitglieder auf ein oder mehrere Ziele geeinigt haben, schliesst der Therapeut mit der Familie einen therapeutischen Vertrag. Dort werden die von den Familienmitgliedern angestrebten Ziele und die vorläufige Therapiedauer festgelegt, um sie laufend überprüfen zu können.

Hypnotherapie

Hypnose ist aufgrund 6000 Jahre zurückliegender geschichtlicher Hinweise ein uraltes Heil- und Therapieverfahren. Mit psychologischen Techniken wird eine hypnotische Trance eingeleitet, ein Bewusstseinszustand, der sich vom Alltagsdenken unterscheidet. Der Körper ist entspannt und die Aufmerksamkeit wird nach innen gerichtet. So kann das eigene unbewusste Wissen zugänglich und nutzbar gemacht werden. In Trance ist das Gehirn spezifisch aktiviert, es ist offener für neue Lösungen, unbewusste seelische Prozesse werden zugänglicher.

Im entspannten Zustand der Trance werden die Kräfte zur Bewältigung von Problemen und zur Verhaltensänderung erlebt statt nur gedacht. Durch eine klarere Veränderungsorientierung, werden die eigenen Ressourcen einfacher mobilisiert.

Hypnotherapie hat sich zu einem eigenständigen und Schulen übergreifenden Verfahren der Psychotherapie entwickelt. Von ausgebildeten Fachleuten angewendet ist es sehr wirksam. Hypnotherapie lässt sich sehr gut mit verschiedenen anderen psychotherapeutischen Verfahren kombinieren.

Energetische Psychologie (freeEmotions ®)

freeEmotions ® ist ein schnell und effektiv wirkendes Verfahren zur Auflösung von emotionalen Blockaden wie Ängste, Phobien, Ärger, Wut, Eifersucht, Schuldgefühle, Leistungsblockaden, Schlafstörungen, etc. Es wird auch bei körperlichen Beschwerden wie Migräne oder Gastritis eingesetzt, oder für die Verarbeitung von Traumata aus der Vergangenheit.

freeEmotions ® ist meine persönliche Verarbeitung eines therapeutischen Verfahren, das ursprünglich in den USA bei Traumareaktionen entwickelt wurde. Die Behandlungsmethode basiert unter anderem auf dem Wissen der Neurologie, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Angewandten Kinesiologie und dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren).

Bei negativen Erlebnissen entstehen Überlastungen, die dazu führen, dass Informationen nicht mehr richtig verarbeitet werden können. Mit Hilfe der energetischen Methoden werden Störungen beruhigt oder gar neutralisiert. Die Gedanken werden wertfrei, Emotionen und Körpersymptome lösen sich auf, da belastende Situationen und negative Erinnerungen ihre emotionale Ladung verlieren. In diesem tief entspannten Zustand vermögen Körper, Psyche und Geist Informationen auszutauschen, so dass unbewusstes Material in Form von Bildern, Worten und/oder spontanen Körperbewegungen einen Ausdruck findet und nicht selten neue Lösungswege möglich werden.

Der Klient / die Klientin lenkt das Tempo und die Intensität des Prozesses selber. So können Retraumatisierungen vermieden werden. Dieses Vorgehen und deren Tiefenwirkung über den Körper können dauerhafte Veränderungen auslösen, die zu einer Erhöhung des allgemeinen persönlichen Wohlbefindens beitragen. Das eigene Potential wird erkannt und effizient eingesetzt.

EMDR

Desensibilisierung und Wiederaufbereitung durch Augenbewegungen
(Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR ist eine psychotherapeutische Methode, entstanden im Jahr 1987 durch Francine Shapiro, die für die Behandlung von Stress und traumatischen Situationen verwendet wird.

Wenn eine Person unter einem schweren psychischen Trauma leidet, ändert sich ihre Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten: die Informationen des traumatischen Ereignisses, einschließlich der Bilder, Töne, Gefühle, Emotionen und störenden Gedanken, werden "eingefroren". Ausserdem werden diese Informationen nicht mehr abgebaut, wie es normalerweise bei Informationen von geringer Bedeutung geschieht. Situationen, die an das traumatische Ereignis erinnern, können so Emotionen, Gefühle, Bilder und Gedanken wieder auftreten lassen. Diese können so stark sein wie von traumatischen Ereignis selber hervorgerufen wurden.

EMDR verwendet Augenbewegungen oder andere Formen von abwechselnder Stimulation rechts / links, um eine bessere Verbindung zwischen den Gehirn-Hemisphären herzustellen. EMDR reaktiviert den natürlichen Mechanismus der Informationsverarbeitung und ermöglicht somit das Bilden neuer anpassungsfähiger mnestischen Ketten. Das Ereignis wird dadurch nicht gelöscht, die emotionale Intensität ist jedoch verringert.

EMDR ist für die Aufarbeitung von einzelnen traumatischen Ereignissen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Unfälle, Überfälle, Missbrauch, Gewalt, Belästigung, Krankheit und all jenen Situationen geeignet, in denen unser Leben oder dasjenige eines Menschen den wir lieben, gefährdet. Ohne die geeignete Behandlung können diese Ereignisse zu einem posttraumatischen Belastungssyndrom führen.

EMDR ist ebenfalls indiziert, um Ereignisse zu verarbeiten, die weniger emotional belastend sind als Traumatas, welche sich jedoch durch vermehrte Wiederholung negativ auf das Selbstwertgefühl, Lebens- und Beziehungsfähigkeit auswirken, wie zum Beispiel Mobbing oder andere negative Beziehungsformen.

Neurofeedback

Das Neurofeedback ist eine effektive und wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Gehirnwellenmuster und Krankheitsbilder korrelieren. Die Beeinflussung dieser Muster durch das Neurofeedback-Training wirkt sich positiv auf die Symptomatik aus. Beim Neurofeedback wird die Gehirnaktivität erfasst und die Gehirnstromkurven (EEG-Wellen) werden auf einem Bildschirm dargestellt. Durch visuell-akustische Rückkoppelung (Feedback) ist es möglich, abnorme Gehirnwellenaktivität zu verändern.

Neurofeedback e ADHS

Besonders geeignet ist Neurofeedback bei der Behandlung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Durch das Neurofeedback lassen sich Defizite bei der Aufmerksamkeit, erhöhte Impulsivität und Hyperaktivität (Kernsymptome der ADHS) nachhaltig verbessern.

Auch die Verbesserung des Lernverhaltens, der Motivation, des Schulerfolgs und damit des Selbstbewusstseins gehen mit der Behandlung oft einher.

Ziel ist die Normalisierung der Gehinaktivität in denjenigen Bereichen des Gehirns, die für die Selbstregulation, Impulskontrolle und die Handlungsplanung zuständig sind.

Die pharmakologische Behandlung mit Stimulanzien wie Ritalin erreicht diesen Effekt während der Wirkdauer des Medikaments - beim Neurofeedback sind jedoch dauerhafte Erfolge zu erwarten.

Man muss allerdings sagen, dass sich das Neurofeedback unterschiedlich auswirken kann. Manchmal können auch klare Besserungen beim Gehirnwellenmuster festgestellt werden, ohne aber eine gleich starke Veränderung im Verhalten.

Auch In Bezug auf die Behandlungsdauer unterscheidet sich das Neurofeedback im Vergleich zur pharmakologischen Behandlung. Während das Ritalin bei Indikation und richtiger Dosis schon kurz nach der ersten Einnahme wirksam wird, zeigen sich beim Neurofeedback erst nach mehreren Monaten Veränderungen.

Wirksamkeit von Neurofeedback

Neurofeedback ist wirksam bei einer Vielzahl von Symptomen: Hierunter zählen u. a.:

  • ADHS / POS
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lern- und Leistungsprobleme
  • Gedächtnisschwäche
  • Stress
  • Schlafprobleme
  • akute und chronische Schmerzen
  • Ängste
  • Depressionen
Wie wird Neurofeedback angewandt?

Beim Neurofeedback werden Elektroden auf den Kopf geklebt, um dann die elektrische Aktivität des Gehirns mittels EEG (Elektroenzephalogramm) aufzuzeichnen. Die Gehirnwellenmuster werden in Form von Grafiken auf dem Bildschirm dargestellt. Da diese Grafiken noch kein Feedback als solches darstellen, wird eine Software benutzt, die durch ein Belohnungssystem, das erwünschte Hirnwellenmuster verstärkt.

Aufgabe des Trainierenden ist es nun, z. B. ein Flugzeug sinken oder steigen zu lassen, eine DVD oder ein Lied ohne Unterbrechung laufen zu lassen, oder ein Frosch schnell hüpfen lassen.

Die Methode ist, wenn sie richtig angewendet wird, in der Regel ohne negative Nebenwirkungen.

ADDapt

ADDapt, Trainingsprogramm für Eltern bei AD(H)S-Symptomatik

Kinder die an Aufmerksamkeitsdefizit-Störung leiden (ADS, oder ADD im englischen Sprachraum) stellen für die Eltern eine spezielle Herausforderung und benötigen eine intensivere Art der Erziehung. Eltern müssen wissen, was bei sehr schwierigen Kindern am besten funktioniert.

Das ADDapt-Programm unterstützt Eltern im Umgang mit Ihren Kindern. Durch das 12-Schritt-Programm werden Schwerpunkte in der Erziehung diskutiert und geübt.

Ziel des ADDapt-Programms ist das Selbstwertgefühl aufzubauen, Konflikte zu verringern, aggressivem und trotzigem Verhalten entgegenzuwirken und so weiter.

Psychologische Abklärungen und Beratung bei Schulfragen

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die unter Schwierigkeiten im persönlichen, schulischen oder beruflichen Bereich leiden..

Ziele der Abklärung und Beratung sind die bessere Nutzung der vorhandenen Ressourcen, die Suche nach andere Sichtweise auf das Problem, die Vermittlung von Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche sowie die Verbesserung der Erziehungskompetenzen der Eltern.

Die psychologische Abklärung dient der Klärung der Frage, auf welche Persönlichkeitsbereiche (Gefühlsbereich, Denkvermögen, Wahrnehmung, Umwelt) und deren Zusammenhänge die bei der Anmeldung beschriebenen Schwierigkeiten zurückzuführen sind und welche Hilfsmassnahmen getroffen werden können.

Je nach Anliegen und Fragestellung der anmeldenden Eltern, Erziehungsberechtigten oder Lehrer werden bei der Abklärung folgende Bereiche oder Schwerpunkte erfasst:

  • Beratung der Eltern und Erziehungsberechtigten in Fragen der Erziehung und Schulung
  • Elternberatung bei ADHS-Problematik
  • Psychotherapie
  • Lebensberatung bei Jugendlichen und Erwachsenen
  • Berufsberatung